Start Technik Wie ein Flugzeug gesteuert wird
26 | 05 | 2017
Wie ein Flugzeug gesteuert wird

Höhenruder:

Wird der Steuerknüppel nach vorne bewegt wird das Höhenruder nach unten ausgelenkt, es entsteht ein erhöhter Auftrieb am Höhenleitwerk, das Flugzeug reagiert mit einer Drehung um die Querachse, Nase nach unten und Schwanz nach oben. Wird der Steuerknüppel nach hinten gezogen, entsteht ein Abtrieb am Höhenleitwerk, der den Schwanz nach unten zieht und die Nase anhebt. Ein drücken des Steuerknüppels nach vorne bewirkt, dass die Flugbahn steiler wird, was zur Folge hat, dass das Flugzeug an Geschwindigkeit zunimmt und  aber auch schneller an Höhe verliert. Dementsprechend führt ein Ziehen des Steuerknüppels zu einer Geschwindigkeitsabnahme und zu einem, wenn auch kurzfristigen, Höhengewinn.

Seitenruder:

Das Seitenruder wird mit den Fußpedalen nach rechts oder links ausgelenkt. Das Seitenleitwerk dient dazu, das Flugzeug um die Hochachse zu steuern, auch Gieren genannt. Eine Auslenkung nach links bewirkt einen Unterdruck auf der rechten Seite und ein Überdruck auf der linken Seite des Seitenleitwerks und die Flugzeugnase dreht sich um die Hochachse nach links. Eine Rechtsdrehung läuft genau umgekehrt ab. Allerdings reicht das Seitenruder allein nicht für einen sauberen Kurvenflug. Ähnlich wie ein Fahrrad muss sich auch ein Segelflugzeug in die Kurve "legen", um nicht aus der Kurve herauszuschmieren. Zu diesem Zweck gibt es noch ein weiteres Ruderpaar - die Querruder.

Querruder:

Sie befinden sich am äußeren Ende der Tragflächen und werden wie das Höhenruder mit dem Steuerknüppel bewegt. Bewegt man den Steuerknüppel nach rechts, so wird das rechte Querruder nach oben und das linke Querruder nach unten ausgelenkt. Dadurch wird rechts Abtrieb und links Auftrieb erzeugt. Die rechte Fläche senkt sich, und die linke Fläche hebt sich. Genauso umgekehrt. Diese Drehung um die Längsachse wird "Rollen" genannt. Ein sauberer Kurvenflug kann weder mit den Querrudern noch mit dem Seitenruder allein durchgeführt werden. Man muss immer beide Ruder koordiniert betätigen.

Brems-/ Störklappen:

Um den Gleitwinkel eines Segelflugzeuges beim Endanflug steuern zu können, kann der Pilot Bremsklappen, auch Störklappen genannt, betätigen. Sie fahren aus den Tragflächen senkrecht zur Luftströmung aus oder verändern an der Hinterkante der Tragfläche das Profil. Die Wirkung ist die gleiche, es erhöht sich zum einen der Luftwiderstand des Flugzeugs, zum anderen wird der von den Tragflächen erzeugte Auftrieb verringert, da die Luftströmung abreißt und die Gleiteigenschaft des Flugzeugs damit verschlechtert. Die Wirkung der Bremsklappen ist umso größer, je weiter sie ausgefahren sind.

Wölbklappen:

Die Wölbklappen befinden sich am hinteren Ende des Tragflügelprofils. Sie dienen dazu, das Profil der Tragflächen an unterschiedliche Fluganforderungen anzupassen. Beim Schnellflug braucht man zum Beispiel einen möglichst geringen Luftwiderstand, wohingegen beim Landen eine größere Auftrieb und ein größerer Luftwiderstand von Vorteil ist, damit man die überschüssige Energie verbraucht. Durch entsprechendes Auslenken der Wölbklappen nach oben kann ein schnelleres Flügelprofil erzeugt werden, es wird also bei erhöhter Geschwindigkeit ein geringerer Luftwiderstand bei gleich großem Auftrieb erzeugt. Beim Landen werden die Wölbklappen nach unten ausgelenkt, damit das Flügelprofil auch bei langsamerem Flug genügend Auftrieb erzeugt der automatisch wieder mir verstärktem Luftwiderstand verbunden ist.

 
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